Oslo aus dem Elsass



Hallo liebe Frau Zahn, liebe Frau Meyer,nachdem ich nun schon seit Juni 2007 im Dahner-Felsenland in der Südwestpfalz direkt an der französischen Grenze zuhause bin, möchte ich euch etwas über mein neues Zuhause erzählen.
Ich wohne hier mit drei älteren Personen in einem Fachwerkhaus mit großem Garten direkt am Waldrand. Da es hier viele Rehe und Wildschweine gibt, habe ich trotz meines Alters von ca. 9 1/2 Jahren inzwischen einen ausgeprägten Jagdinstinkt entwickelt und möchte so oft wie möglich mit
Herrchen spazierengehen. Da ich konditionsmäßig nicht mehr voll auf dem Damm bin, fallen die Spaziergänge manchmal etwas kürzer aus, vor allem wenn mir mein Wobbler-Syndrom zu schaffen macht.

Da ich andere Hunde und Kleintiere absolut nicht mag, machen wir öfters mal Umwege, um anderen Hundebesitzern nicht über den Weg zu laufen. Herrchen meint, seit er mich hat lernt er ganz neue Wege in den Wäldern kennen.
Wenn wir dann wieder zuhause sind, nehme ich erstmal einen Schluck aus meinem Trinknapf, bevor mich die Dame des Hauses dann mit allerlei kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt. Falls ich dann noch immer Hunger habe, nerve ich Herrchen am Kühlschrank solange, bis er mir die Hälfte von seinem Essen freiwillig abtritt. Herrchen meint dann, er könne mit mir doppelt abnehmen: Zuerst beim Spazierengehen und dann beim Essen, wenn ich den Brotbelag kassiere und er das trockene Brot essen muß, das mir nicht schmeckt. Nach dem Essen lege ich mich dann erstmal eine Weile vor den warmen Holzofen, was meinen geplagten Knochen vor allem jetzt im Winter besonders gut tut.
Am späteren Abend überlege ich dann, ob ich die Nacht im Wohnzimmer oder im ersten Stock auf meiner Privatliege im Fernsehzimmer verbringen soll. Meistens entscheide ich mich für die Privatliege, da ich mich da schön reinlümmeln kann und genau aufpassen kann, was Herrchen beim Fernsehen mit Kopfhörer so alles macht. Wenn ich richtig müde bin, sinke ich meist schon nach kurzer Zeit in Morpheus Arme und träume von Rehen, Wildschweinen und all den anderen Dingen, die ich tagsüber so erlebt habe.


Fazit: Bisher lebe ich in der Südwestpfalz besser als Gott in Frankreich (hoffentlich hat das jetzt nicht Frau Meyer gehört)
und kann euch anderen Dobis einen Urlaub im Dahner-Felsenland nur wärmstens empfehlen.
Alles Gute und viele Grüße aus dem Dahner-Felsenland !
Euer Oslo mit Familie Grossmann


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