Hallo
liebes Dobi-Team,
Hallo liebe Hundefreunde!
Im
Mai 2003 entdeckten wir auf der Internetseite der Dobermann-Hilfe e.V. die kleine
Lisa.
Sie war zu diesem Zeitpunkt ca. 1 Jahr und 5 Monate alt und wurde als
temperamentvolle, aufgeweckte Hündin beschrieben.
Lisa war im Winter von
Tierheimmitarbeitern aus einem Taubenschlag (ohne Futter - nur mit gefrorenem
Wasser und einer Lungenentzündung) befreit worden.
Diese Hündin
interessierte uns!
Nachdem wir mit dem Tierheim Nürnberg (dort war Lisa
untergebracht), sowie mit Carmen Wolowski und Herrn Zahn von der Dobermannhilfe
telefoniert hatten, fuhren wir am 4.5. von Detmold nach Nürnberg.
Wir,
das sind Roman, Anette und der 4 Jahre alte Rüde Sammy, wollten die kleine
Maus kennen lernen. Wir gingen spazieren und im Auslauf des sehr nett betreuten
Tierheims, lernten sich die Hunde ein wenig kennen.
Da alles sehr harmonisch
verlief, wollten wir Lisa gerne aufnehmen.
Wir hatten Glück und konnten
Lisa am selben Tag mit ins Lipperland nehmen.
Die vielen Stunden im Auto hat
die kleine Maus ohne Probleme gemeistert. Auch sonst war Lisa sehr "gelassen".
Anfangs war sie sehr zurückhaltend bzw. desinteressiert uns dreien gegenüber.
Aber das hat sich schnell geändert. Jetzt, ca. 7 Monate später, fühlt
sich Lisa pudelwohl.
Unseren Sammy hatte sie schnell im Griff! Sie hüpft
und springt vor oder auf ihm rum und er duldet (fast) alles. Außerdem ist
Lisa eine richtige Schmusemaus geworden.
Sie fordert ihre Streicheleinheiten
auch schon mal mit Pfote oder Gebell. Damit kommt sie allerdings nicht durch.
Lisa testet immer wieder ihre Grenzen. Anfangs dachten wir, sie würde
nicht verstehen, was wir ihr versuchten beizubringen. Aber sie versteht sehr wohl.
Man kann es ja mal versuchen!!!
Sie ist auf jeden Fall so schlau zu merken,
wann es ernst wird.
Wenn Sammy sich durch Springattacken genervt fühlt,
Herrchen oder Frauchen sauer werden, weil sie wieder einen Schuh auf dem Gewissen
hat (o.ä.), wird Lisa wieder zur kleinen, lieben Prinzessin.
Übrigens
ist Lisa für einen Dobi wirklich eher klein.
Im November waren wir in
Dänemark im Urlaub. Wir waren sehr gespannt auf Lisas Reaktion auf Strand
und Meer. Sammy kennt das ja schon! Sobald die Koffer gepackt werden, weicht er
uns nicht mehr von der Seite oder blockiert die Haustür. Wir könnten
ihn ja übersehen bzw. vergessen. Sammy hat Lisa wohl irgendwie mitgeteilt,
dass die Fahrerei sich lohnt. Sie war während der Fahrt ganz lieb und hat
viel geschlafen. Am Strand haben unsere Hunde völlig verschiedene Interessen:
Während Sammy im Wasser tollt, jagt unsere Lisa mit Begeisterung Möwen.
Glücklicherweise aber ohne Erfolg. Unsere beiden Hunde sind auch sonst sehr
unterschiedlich, aber wir möchten keinen der Beiden missen!
Lisa ist ein
"extremer" Hund. Entweder sie schläft oder sie ist voller Power.
Am Liebsten schläft sie vor dem Kaminofen. Solange es kein Futter gibt oder
spazieren angesagt ist, lässt Lisa sich dort nicht wegbewegen. Im Sommer
liegt sie solange in der Sonne bis wir sie vor dem "verglühen"
retten! Steht sie aber auf ist sie binnen weniger Sekunden voller Dampf und springt
nach Möglichkeit erstmal auf Sammy zu. Er soll dann sofort mit ihr dameln.
Die meisten anderen Hunde (bei uns gibt es sehr viele Hunde) mag Lisa nicht
gerne, sie werden von ihr angebellt. Das nervt gewaltig und wir arbeiten daran,
dieses Problem in den Griff zu bekommen. In der Hundeschule zeigt sie diese Unart
nur wenig. Da zickt sie nur, wenn ein anderer Hund zuerst bellt.
Es gibt noch
viel zu lernen.
So, jetzt erstmal genug geschrieben…
Bis demnächst
mal!
Viele Grüße
senden
Anette
& Roman mit Lisa & Sammy
21.01.2004