Cora aus Ludwigsburg


Cora aus Ludwigsburg *
Liebe Dobermann-Hilfe,

seit einigen Wochen lesen wir die Geschichten von Tim und wir finden es wunderbar, wie gut es ihm in seiner neuen Familie geht. Auch wir haben unseren Traum-Dobermann über Ihre Homepage gefunden. Cora, aus dem Tierheim in Ludwigsburg, lebt seit dem 1. März bei uns. Wir sind überglücklich mit unserem Mädchen und genießen jeden Tag mit Cora. Wir, das sind Katharina und Michael, haben uns über ein Jahr mit dem Thema Hund auseinandergesetzt. Da wir selbständig sind, war für uns wichtig, dass wir auch genügend Zeit für unseren Hund haben. Und so haben wir Woche für Woche über "unseren Dobi" geredet, denn ein Dobermann sollte es sein. Tja, dann haben wir Cora in Ihrer Homepage gesehen und uns sofort in sie verliebt...

Durch Cora haben wir unseren Tag umorganisiert. Wir arbeiten jetzt im Schichtdienst, so dass einer von uns beiden am Nachmittag einen ausgiebigen Spaziergang mit unserem Mädchen machen kann. Ansonsten ist Cora bei uns im Fitness Studio mit dabei. Sie hat einen festen Platz im Büro, von wo aus sie freie Sicht hat. Alles zu sehen ist für Cora sehr wichtig, denn sie beobachtet unheimlich gerne das Geschehen im Studio. Cora ist sehr lieb und verschmust und wir gönnen uns mehrmals am Tag eine Auszeit von der Arbeit und dann wird so richtig geknuddelt und geschmust. Sie ist ein unheimlich neugieriges Mäuschen und möchte am liebsten überall mit dabei sein. So waren wir vor ein paar Tagen zum Geburtstagsessen in einem Restaurant. Der Schwiegerpapa hat auch einen Tisch für "5 Personen" bestellt und Cora hat es sehr gefallen.

Ende April ziehen wir drei nun um. Ursprünglich hatten wir eine Wohnung nur 200 m von unserem Studio entfernt zugesagt bekommen und Hundehaltung war dort auch erlaubt, welch ein Glück. Leider gehört zu den sonstigen Hunderassen der Dobermann nicht unbedingt dazu und unsere zukünftigen Vermieter und vor allem deren Umfeld haben sehr negativ auf Cora reagiert. Es kam sogar soweit, dass Cora unterstellt wurde, sie könnte evtl. die Kinder der Vermieter totbeissen (die Wortwahl ist noch milde ausgedrückt). Zum großen Glück wurde unsere eigene Wohnung frei und so ziehen wir, außerhalb von Löwenstein, in eine große Wohnung mit einem herrlichen Garten hinter dem Haus und Felder und Wiesen in unmittelbarerer Nähe.

Wiesen sind für Cora das Größste, denn dort kann sie ganz toll rennen und das macht sie, trotz ihrer 9 Jahre, noch sehr gerne. Wir spielen dann oft "wer fängt Cora", was ein Heidenspaß für sie ist.

Cora hat unser Leben ganz schön verändert und wir bereuen kein bisschen, dass wir sie zu uns geholt haben. Sie ist unser Glücksstern und jeder Tag wird reicher durch unser Mädchen. 23. März 2001
28. Juni 2001 Neue Nachrichten von Cora

.....und da ist ja noch unser Glücksstern Cora. Jetzt haben wir Cora schon 4 Monate und sind nach wie vor jeden Tag glücklich mit ihr. Ich möchte keinen Tag sein ohne unser liebes Mädchen.
Cora hat sich sehr gut bei uns eingelebt. Wir gehen seit kurzem mit ihr in eine private Hundeschule und die Trainerin ist ganz begeistert von Cora. Sie sagt immer, sie habe das Gefühl, dass Cora schon immer unser Hund ist, denn sie hat grenzenloses Vertrauen zu uns. Ist doch schön, oder?
Leider ist Cora ein sehr ängstliches Mädchen, deshalb gehen wir auch in die Hundeschule. Sie hat eine Angstagression, die sich so äußert, dass sie alle Menschen, die sich uns auf 10 m nähern oder an uns, oder am Auto vorbeilaufen, heftig anbellt. Machmal macht sie das auch mit unseren Mitgliedern im Studio, aber wenn man ein bisschen Aufklärungsarbeit betreibt, zeigen die Leute Verständnis und freuen sich mit uns über jeden Erfolg. In der Hundeschule lernen wir gerade richtig mit ihr zu spielen, denn das hat Cora leider nie gelernt. Sie macht ganz tolle Fortschritte und ihr Selbstbewußtsein steigert sich von Woche zu Woche. Bald bekommt Cora einen Spielkameraden, den Hund der Trainerin, und wenn sie sicherer im Umgang mit anderen Hunden ist, gehen wir ins Gruppentraining. Wir wollten ursprünglich nicht mehr mit Cora auf den Hundeplatz gehen, weil sie schon so gut ausgebildet ist, aber sie liebt die Stunden dort und ist ganz versessen auf das Training.
Die Leute reagieren oft sehr negativ, wenn man einen Dobi an der Leine hat, der auch noch heftig rumzickt. Wir wurden auch schon ganz schön provoziert und blöd angemacht, aber das hat uns in unserer Entscheidung für Cora nur noch bestärkt. Wir würden einen ganzen Stall voll Cora´s bei uns aufnehmen, denn das größte Problem eines Hundes ist leider der (falsche) Mensch. Wie wir richtig vermutet haben, ist Cora mit Prügel erzogen worden und Sie hätten Ihr Gesicht sehen sollen, als ich sie das erste Mal auf dem Hundeplatz für´s "Sitz machen" gelobt habe, sie hat mich erst ganz erstaunt angeschaut und sich dann riesig gefreut.
Ich kann nur jedem raten, nicht gleich aufzugeben, wenn es mit dem Hund ein Problem gibt. Ein ganz wichtiger Punkt bei einem Tierheimhund ist, dass er sich nach einer gewissen Zeit verändert, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Aber jedes Problem ist zu bewältigen und man sollte keine Kosten und Mühen scheuen sich an professionelle Hilfe zu wenden.
Jeder Erfolg mit Cora ist auch unser Erfolg und fördert das Vertrauen zwischen Cora und uns. Und wenn ich in Cora´s liebevolle Augen schaue und sie mir beim Schmusen mal wieder über´s Gesicht schleckt, dann weiß ich, das wir auf dem richtigen Weg sind...

Seien Sie ganz lieb gegrüßt Ihre Katharina Klav

Am 26.06.02 haben wir neue Fotos von Cora bekommen

Auf der Wiese


Am Bach


Sommer 2001


Meine grosse Liebe


Renovieren macht müde


Super, soviel Schnee


noch mehr Schnee


soo müde


Cora schläft


das Leben ist schön


ohne Worte
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Folgende Fotos und die traurige Nachricht erhielten wir am 09.04.05


Liebe Ingrid, lieber Rolf,

heute habe ich leider keine guten Nachrichten für Euch. Wir mussten am 5. März unsere geliebte Cora, nach kurzer aber heftiger Krankheit einschläfern lassen. Ich kann nicht mit Worten beschreiben, wie sehr sie mir/uns fehlt. Die täglichen Rituale: schmusen, spielen, raufen, einfach nur nebeneinander auf dem Boden sitzen und wissen, dass die beste Freundin da ist - all das fehlt. Coralinchen ist jetzt schon einige Wochen nicht mehr bei uns und trotzdem habe ich noch immer das Gefühl, dass sie jeden Moment ins Zimmer kommt. Ihre Spielsachen, Futternäpfe, ihre Leine und ihr Brustgeschirr - all diese Dinge sind noch da, wir schaffen es einfach nicht, ihre Sachen einzupacken. Die Lücke, die sie hinterlassen hat, wird sich wohl nie schließen.

Cora war unser Zuckermäuschen. Als sie zu uns kam, hatte sie viele Dinge nicht gekannt, aber im Laufe des ersten Jahres hatte sie Vertrauen in ihre Umwelt gefasst und sich zu einer prächtigen Dobidame entwickelt. Manches war ihr zwar für immer suspekt, doch sie wurde gelassener und ignorierte ganz einfach die fremden Dinge. Mit zunehmendem Alter wurde Cora anhänglicher und verschmuster. Sie war mein Schatten, d.h. wo ich war, da war auch Cora, ob im Bad oder in der Küche, Cora lag neben mir. Sie hatte in jedem Zimmer einen Liegeplatz und ihre geliebten Spielsachen. Mit Cora auch nur für einen Tag außer Haus zu gehen, war eine logistische Herausforderung. Das hieß Coras Tasche packen: mit ihrer Medikamentenbox und das wichtigste für Coralinchen - ihr Essen! Cora war ein kleiner Gourmet, aber ich habe sie gerne verwöhnt und für mein Mäuschen gekocht. Sie hatte es jeden Tag genossen und uns alle durch ihre Liebe reich beschenkt.

In den letzten zwei Jahren haben wir jede private Aktivität um Cora herum organisiert. Sie war mittlerweile sehr Schwerhörig und unsicher, wenn sich in ihrem Umfeld Dinge schnell bewegt haben. Sie wollte am liebsten zuhause in ihrer gewohnten Umgebung bleiben, mit den gleichen Menschen in ihrem Umfeld, stundenlang im Garten unter ihrem Rosenbogen liegen, die Sonne auf Ihrem Fell spüren, dann war für Coralinchen die Welt in Ordnung.

Trotz ihrer 13 Jahre war Cora Lebensfreude pur. Obwohl die Gassirunden extrem kürzer wurden, ist sie gerannt und gehüpft. Sie hatte den Schalk im Nacken und uns bei jedem Spaziergang immer wieder zum spielen aufgefordert. Trotz Artrose wollte sie bis zum Schluss marschieren. Leider hat die Artrose gesiegt, innerhalb von 3 Wochen konnte Cora nicht mehr gehen und wir musste die Entscheidung treffen, die ich immer umgehen wollte. Wir waren bis zum Schluss bei ihr und unser Mädchen ist sanft eingeschlafen. Die Fahrt zum Krematorium war der letzte Abschied und ihre Urne bekommt einen Platz unter ihrem geliebten Rosenbogen.

Cora genoss einen Lebensabend, eingebunden in ein intaktes Familien-Rudel. Da war die Oma, bei der sie jeden Abend ihr Leckerchen bekam und in deren Wohnung es immer so viel Interessantes zu schnuffeln gab. Bei Micha im Fitness Studio hat sie den Tag verbracht, denn schließlich musste sie aufpassen und die Mitglieder mit einem Bellen begrüßen. Wenn mein Mann oder ich sie nach der Arbeit abgeholt haben, hüpfte sie vor lauter Freude wie ein Gummiball. Man konnte sie minutelang nicht anleinen, sie ist von einem zum anderen gesprungen und hat wild ihre Spielsachen umher geworfen. Wir haben unsere kleine Lady geliebt und betüttelt, weil sie es ganz einfach verdient hatte. Jeder Tag mit Cora war für uns ein Glückstag, erfüllt mit Freude und Lachen, mit Liebe und Zuneigung. Sie wird immer bei uns sein und wir werden uns immer an diese wundervollen Jahre mit Coralinchen erinnern.

Herzlichste Grüße Eure Katharina


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