Apollo
aus Ladeburg
| Diese
nette Mail von Apollo erhielten wir am 14. April 2001 Liebe Dobermann-Hilfe! Endlich bekommt Ihr ein Mail von mir! Es ist schon über ein halbes Jahr her, dass ich dank Eurer Hilfe das Tierheim verlassen und in mein neues Heim in der Schweiz ziehen konnte. Das war im September 2000 - und mein Foto ist auf Eurer Internet-Site im entsprechenden Monat auch unter "Heim gefunden" zu finden. Meine jetzige "Chefin" hat durch jemanden den Tipp bekommen, auf Eurer Internet-Site nachzusehen, ob irgend ein Dobermann ein neues Zuhause sucht. Dort war dann mein Foto und sie hat mit dem Tierheim Ladeburg Kontakt aufgenommen. Nur kurze Zeit später reiste sie dann nach Brandenburg und hat mich in die Schweiz geholt. Hier habe ich mich nun sehr gut eingelebt und bin auch nicht mehr ganz so scheu wie am Anfang. Ich gebe zu, der Wechsel vom Tierheim in die Schweiz war schon ziemlich abenteuerlich! Von Brandenburg bis nach Basel musste ich eine über achtstündige Bahnfahrt über mich ergehen lassen, wobei das Schlimmste der Maulkorb war, der bei der Deutschen Bahn vorgeschrieben ist. Zum Glück gab es zwischendurch immer wieder mal einen Zugwechsel und ich konnte meine Beine vertreten. In Basel angekommen war dann auch noch Strassenbahn-Fahren angesagt, bevor ich in meinem endgültigen Heim angekommen war. Aber gemäss meiner Chefin habe ich mich vorbildlich verhalten! Dann kam die Zeit, wo ich mich an meine neue Chefin gewöhnen musste. Nicht nur für mich war alles neu, auch für meine Chefin, denn ich bin ihr erster Hund! Sie gab und gibt sich sehr Mühe, alles recht zu machen und mich weder zu streng noch zu nachgiebig zu erziehen. Und ich gebe mir alle Mühe, sie fit und gesund zu halten, den Laufen könnte ich stundenlang! Spazierengehen ist schliesslich meine Lieblingsbeschäftigung, wenn möglich ohne Leine. Da ich aber jage, darf ich nicht so viel frei herum springen, wie ich gerne möchte! Es ist einfach zu gefährlich, denn wenn ich eine Katze sichte, vergesse ich das Anhalten vor dem Überqueren einer Strasse und im Wald werde ich durch die vielen super-interessanten Gerüche manchmal so quirlig, dass mich ohne Leine nichts mehr halten würde. Gerne gehe ich auch auf den Hundesport-Platz. Da habe ich schon eine Menge gelernt und trainiere für die BHI-Prüfung. Meistens hatte ich bis jetzt Einzelstunden und dann haben die Übungen auch ganz gut geklappt. Nun hat es aber oft auch einen zweiten Hund auf dem Platz und da habe ich dann Mühe, mich auf meine Chefin zu konzentrieren. Es ist halt so spannend zu gucken, was die anderen gerade machen! Aber auch da habe ich schon Fortschritte gemacht. Ich kann zum Schluss nur sagen: Dank Eurem engagierten Einsatz mit der "Dobermann-Hilfe" geht es mir sehr gut. Meine Chefin könnte sich schon lange nicht mehr vorstellen, ohne mich zu sein; somit ist die Vermittlung also erfolgreich verlaufen. Ich wünsche Euch viel, viel Glück bei Eurer weiteren Arbeit und hoffe, dass die vielen verlassenen Hunde bald ein neues Heim finden. Mit lieben Grüssen, Apollo |